Bielefeld Interview

Here comes a little interview for Katerina Trakakis and Svenja Wittmann’s diploma project at FH Bielefeld where I was giving a workshop last month.
(German only for the moment, but I will hand in an English version later!)

 
Warum tust du, was du tust?
Ich wollte schon als kleiner Junge Designer (und Fussball-Profi) werden. Grafikdesign ist ein wundervoll breit gefächertes Feld, deshalb passt dieser Beruf gut zu mir. Ich habe seit ich denken kann so viele verschiedene Leidenschaften und Interessen und liebe es alles miteinander zu verbinden. Eigentlich ist alles was ich will: frei und unabhängig sein, schöne und praktische Dinge produzieren, mit tollen Menschen zusammensein. Dafür lebe ich. Das macht mich glücklich.

Hast du dich viel ausprobiert oder wusstest du immer, wo du hin möchtest?
Ich glaube ich wusste tatsächlich irgendwie schon immer wo ich hin möchte und wie ich leben will. Aber selbstverständlich probiert man vieles aus, fällt oft auf die Schnauze, steht wieder auf, und das ganze von vorn. Irgendwie ist das ganze Leben ein riesiges Experiment. Everything is practice!

Wenn du ein Projekt angehst – denkst du zuerst oder machst du zuerst?
Ich mache zuerst. Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen. Nicht lange drüber nachdenken, einfach erstmal loslegen – ganz egal was dabei rauskommt. Ideen entwickeln sich im Prozess.

Sprichst du während du gestaltest mit anderen darüber?
Ich bin ein ziemlicher Verfechter von “early shipping”, also sobald wie möglich zu liefern und seine Entwürfe zu “offenbaren”, auch wenn noch nicht alles perfekt ist. Perfektion kann ein Killer sein. Mir ist es wichtig, dass man meinen Prozess nachvollziehen kann und binde Kunden so schnell wie möglich mit ein. Feedback ist immer hilfreich, gerade auch von jemanden “von außen”. Ich finde da darf man nicht scheu sein. Aber ein bisschen Mut gehört natürlich immer dazu!

Machst du Fehler?
Unbedingt! Wenn ich keine Fehler machen würde, wäre das ein schlechtes Zeichen und würde wahrscheinlich bedeuten, dass ich auf der Stelle trete. Ein wirklicher Experte ist eben jemand, der in einem bestimmten Feld schon alle Fehler gemacht hat. Der positive Umgang mit Fehlern ist entscheidend und vielleicht eines der wichtigsten Dinge, die ich bisher im Leben gelernt habe. Lieber machen und scheitern, als später zu bereuen etwas nicht ausprobiert zu haben! Ich habe dem Thema sogar mal ein ganzes Magazin (“Better Mjstakes”) gewidmet. In diesem Sinne: Let’s make better mistakes tomorrow!

 
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Good times with Johannes and Andrea in Bielefeld!